Spezifikation

Mit dem Nidwaldner-Tor wurde die Entwicklung im Hochwasserschutz vorangetrieben und eine kostengünstige Möglichkeit aufgezeigt, wie dieser Schutz effizient und effektiv betrieben werden kann.

Das Nidwaldner-Tor wird aus Standard-Profilen angefertigt. Es kann von jedem ortsansässigen Metallbauer hergestellt und montiert werden. Der Architekt kann das Nidwaldner-Tor als gestalterisches Element nutzen und filigran in die Wandkonstruktion integrieren. Das Tor kann sowohl bei einem Neubau wie auch im Zusammenhang mit einem Umbau geplant und eingebaut werden.

Die statisch überprüften und zur Verfügung gestellten Pläne berücksichtigen folgende Rahmenbedingungen.

  • Breite 1-flügelig max. 3.5 m, max. Einstauhöhe 1.0 m
  • Breite 2-flügelig max. 5.5 m, max. Einstauhöhe 1.0 m
  • hydrodynamische Beanspruchung ρhw = 1.2t/m3
  • max. Anströmungsgeschwindigkeit vf = 2 m/s
  • min. Lastsicherheit γF = 1,5

Es ist auch möglich andere Rahmenbedingungen abzudecken, hierzu muss die Statik durch den Planer neu berechnet und das Tor entsprechend modifiziert werden.
 

Einbauhinweise

  • Wasserseitige Anrampung von 10-30cm vor dem Nidwaldnertor bei der Einfahrt (Freibord)
  • Entwässerungen nie auf die geschützte Seite zusammenführen oder zusammenschliessen
  • Rückstaugesicherte Entwässerung auf der Schutzseite, um Leckagewasser abzuführen
  • Tor nach Möglichkeit gegen aussen öffnend anschlagen
  • Tor zum Bauwerk fest verbinden und abdichten:
    • Befestigungslöcher des Tor-Rahmens dicht verschliessen
    • Fugen und Schrauben des Tor-Flügel-Blechs abdichten
    • Auf Tor-Aussenseite 3 -seitig umlaufende Abdichtung, in Ecken geschnitten und verklebt
    • Anpressdruck Gummiprofil in Tor-Flügel an Tor-Rahmen gewährleisten
    • Sicherströme unter Tor vermeiden
  • Periodische Überprüfung der Funktionstauglichkeit und der Dichtungen